Heitere Openair 2019

Alle Jahre wieder ruft der Zofinger Hausberg. Alle Jahre wieder pendeln wir dort hin. 

Auch in diesem Jahr waren es wieder ein paar verrückte Tage.

Wie üblich nahmen Einige von uns den Weg nach Zofingen schon am Dienstag auf sich, um die Zelte aufzubauen und uns einen guten Platz zu sichern. An der Stelle nochmals ein riesen DANKE an euch. 

Das Wetter war leider nicht wirklich toll, es hatte in Strömen geregnet. Aber alles halb so schlimm. 

In den letzten Jahren hat es sich zur Tradition entwickelt, dass wir uns schon am Donnerstagabend auf den Heitere begeben und den Abend auf dem Campingplatz verbringen. Auch dieses Jahr wurde es eine gemütliche Zeit bei einem kleinen Grillplausch, Bier und guten Gesprächen.

Den Freitag verbrachten wir tagsüber in der Badi, um nochmals etwas Energie zu tanken und uns abzukühlen, bevor das Festival dann endlich los ging. 

Unseren Heitere-Auftakt übernahm der Deutsche Max Giesinger auf der Lindenbühne (Hauptbühne). Bei uns war die Vorfreude auf ihn ziemlich gross - zumindest bei den Meisten - da wir es bisher nie an eines seiner Konzerte geschafft hatten. 

Unsere Erwartungen wurden leider nicht erfüllt. Giesinger vermochte das Publikum leider nicht mitzureissen, die Stimmung war eher verhalten. Er gab sich Mühe, das hat man gemerkt, aber wir waren nicht überzeugt, wenn nicht sogar ein bisschen enttäuscht. Highlight war seine Einlage mit den auf die Bühne geholten Kindern, ganz zum Schluss seines Sets. Der Schmusesänger hinterliess aber eher einen schalen Nachgeschmack für den Festivalstart. 

Weiter gings mit Lewis Capaldi, den wir on etwas abseits anhörten. Der Hunger hatte uns gepackt und wir gaben diesem nach. :-) 

Capaldi brachte eine solide Show auf die Bühne, aber auch er vermochte uns nicht aus den Socken zu hauen. 

Allmählich hatten wir alle zuviel aufgestaute Energie, die wir los werden wollten. Die nächste Chance bot sich uns bei Lo&Leduc. Endlich! Die Berner vermochten das Publikum zu begeistern, es wurde getanzt, mitgesungen und gefeiert. Das Ambiente während des Eindunkelns tat sicherlich auch noch seinen Teil. Aber endlich waren wir im Heitere-Modus angekommen. Nun konnte es endlich los gehen, wir waren motiviert und freuten uns auf die weiteren Acts und Tage. 

Mando Diao waren kurzfristig als Ersatz für die ausgefallenen Feine Sahne Fischfilet eingesprungen. Es wurde rockiger auf der kleineren Parkbühne. Während sich einige von uns zu unserem Camp begaben, um etwas kühles zu trinken, schauten sich andere die Band an. 

Die letzte Enttäuschung des Tages für uns war Cro. Wir hatten seine energiegeladenen Shows in bester Erinnerung. An diversen anderen Openairs hat er uns davon bereits überzeugt. Entsprechend hoch waren natürlich auch unsere Erwartungen. Nur leider wurden auch diese bei weitem nicht erfüllt. Der Panda wirkte lustlos, demotiviert und seine Ansagen wirkten gekünstelt. Auch vermochten uns die neuen Songs nicht zu überzeugen. Schade. 

Der Abend war noch jung, und wir noch nicht müde. Für uns konnte das nur eines bedeuten: ROCKBAR. 

Die vom Kofmehl geführte Rockbar war in den letzen Jahren jeweils unser Zufluchtsort wenn wir noch nicht schlafen wollten. Doch auch hier war dieses Jahr irgendwie der Wurm drin, denn auch da wollte die Stimmung nicht so wirklich aufkommen.  Vielleicht lag es auch daran, dass wir zu hohe Erwartungen hatten, weil wir dort in den letzen Jahren so tolle Zeiten verbracht hatten. 

Alles in allem war das ein eher mauer Start in ein ansonsten vielversprechendes Wochenende. Getreu dem Motto "Es kann nur noch besser werden" verzogen wir uns gegen 3 Uhr in unsere Zelte und gönnten uns eine Mütze Schlaf. 

 

Der Samstag begann nicht so früh wie üblich. Warum? Regen. Oder besser gesagt, Gewitter. Schon in der Nacht machten sich erste Vorboten bemerkbar und der Samstag Vormittag war ziemlich kühl und nass. Wir verbrachten ihn warm angezogen unter unseren Pavillons (die sind echt gold wert!) bei Kartenspielen. Um den Mittag kämpfte sich endlich die Sonne durch die Wolkendecke und der Regen stoppte. 

Somit stand auch den Konzerten nichts mehr im Weg. 

 Los gings mit den Pedestrians. Wir kannten bereits einige Lieder und waren um ehrlich zu sein auch etwas überrascht, wie viele schon vor der Bühne standen und mitfeierten. 

Nemo rockte anschliessend die Lindenbühne und gewann das Publikum sehr schnell für sich. Danach stand für uns erstmal eine Pause an, die wir wiederum in unserem Camp verbrachten. 

Welshly Arms waren dann die letzen, die wir uns ansahen, bevor wir etwas früher als üblich einen guten Platz bei der Lindenbühne ergatterten. Dort stand unser grosses Highlight bevor: Patent Ochsner. 

In den letzen Jahren sind wir alle Fans geworden der Berner Mundart-Legenden. Keines ihrer Konzerte blieb ohne Hühnerhautmoment. Wir haben auch schon die eine oder andere Träne verdrückt. Auch hier waren die Erwartungen natürlich ganz ganz hoch angesetzt. In Anbetracht des ersten Festivaltages mischte aber auch etwas Angst mit, ob diese auch wirklich erfüllt werden würden. 

ABER was für ein Konzert! Wr waren zum ersten Mal an diesem Wochenende richtig geflasht. Bis auf den letzen Platz war das Gelände vor der Bühne voll, als die Band die ersten Töne anschlug. Und vom ersten Song an wurde lauthals mitgesungen. Es werden an diesem Abend wohl einige Stimmen verloren gegangen sein. Es ist immer wieder eine Freude Patent Ochsner zu sehen. Wir sind begeistert! In dem Sinne: Es Glas ufd Liebi! :) 

Den etwas undankbaren Slot nach Patent hatte der Däne Lukas Graham. Noch voller Emotionen von vorhin, waren wir garnicht wirklich im Stande sein Konzert zu verfolgen. Obwohl wir es uns fest vorgenommen hatten, hörten wir uns einige der Songs von etwas weiter weg an. 

Denn schon kam das nächste, und letzte, Konzert für uns am Samstag: Bastille. Die Briten schillerten auf der Lindenbühne. Ihre rockige Show war ein guter Kontrast zur vorherigen doch eher schnulzigen Show von Patent Ochsner - und das meinen wir im positivsten Sinne überhaupt. :-) 

Das "Eh-oh" aus ihrem Hit "Pompeii" hat uns noch stundenlang verfolgt. 

Unsere Gruppe hatte sich inzwischen aber auch etwas aufgeteilt. Während die einen eher weiter vorne den Songs von Bastille frönten, genossen es anderen aus einiger Entfernung. Das hat vor allem damit zu tun, dass jemand unter Photosensitiver Epilepsie leidet und dem Strobo möglichst aus dem Weg gehen sollte. 

Naja egal, wir sind alle alt genug, und wichtig ist sowieso, dass keiner alleine unterwegs war ;) 

Danach haben wir im Rivella-Zelt den Abend ausklingen lassen. Denn dort lief super Partymusik. Die Stimmung dort waren wir ansonsten wie oben erwähnt von der Rockbar gewöhnt. 

Nach einer vergleichsweise kurzen Nacht hiess es am Sonntag früh "Packen" 

Alle unsere sieben Sachen (oder auch mehr, Details über unsere mitgebrachten Sachen lest ihr hier) wieder in die Taschen und Rucksäcke packen. Danach brachten wir das Gepäck schon zum Auto, damit wir nicht mehr gross schleppen mussten. 

Pünktlich zu Memory of an Elephant waren wir wieder auf dem Festgelände. Die Oltner hatten ihr Setting auf ein Minimum reduziert. Wir waren überrascht es in dieser Form zu sehen, aber es war toll. 

Marc Sway brachte die gute Laune zum Sonnenschein auf den Heitere. Er durfte dieses Jahr auch den offiziellen Heitere-Song zum Festival beisteuern. Aber unser eigentlicher Favorit am Sonntag war ganz klar KUNZ. Er uns seine Jungs brachten eine unglaubliche Stimmung mit und es war toll zu sehen, wie sie auch die grosse Lindenbühne ohne Mühe zum beben brachten. Von uns aus hätte ihr Set gerne noch etwas länger dauern können. Vor allem hat uns der Heitere Song gefehlt ;) 

Mit Stefanie Heinzmann stand eine weitere Grösse der schweizer Musikszene auf der Bühne. Auch sie lieferte eine tolle, energiegeladene Show ab. Unsere Kräfte liessen allerdings langsam nach. 3 Tage Festival sind schon anstrengender als man denkt. 

So beschlossen wir nach einem letzten Abendessen auf dem Zofinger Hausberg, dass wir Fanta 4 sausen lassen, um dafür hoffentlich noch vor dem grossen Unwetter im trockenen zu sein. 

Kaum sassen wir dann im Auto öffnete der Himmel seine Schleusen und es goss wie aus kübeln. Wir waren froh und auch etwas erleichtert, dass wir im trockenen sassen, und den Heimweg ohne grossen Stau oder Verkehr bewältigen konnten. 

 

Einmal mehr ein tolles Wochenende im Aargau. Und nach dem Heitere ist ja bekanntlich vor dem Heitere ;) Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Jahr wenn es wieder heisst: Es esch Heitere! 

 

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